Akupunktur

Die Akupunktur entstammt der traditionellen Medizin Chinas und wird seit mehreren Jahren auch bei uns zunehmend angewandt.
Sie ist vor allem zur Behandlung schmerzhafter Zustände wie Migräne, Kopfschmerzen, Schmerzen des Bewegungsapparates, rheumatischer Erkrankungen, Neuralgien, Gesichtsschmerzen sowie vegetativen und funktionellen Störungen und zur Suchtbehandlung geeignet.

Durch Reizung von genau festgelegten Punkten der Haut können Störungen im gesamten Organismus gelindert oder beseitigt werden.
Die Akupunktur kann zerstörte Strukturen nicht wiederherstellen, wohl aber gestörte Funktionen wieder harmonisieren.

Die Behandlung mit Akupunktur setzt in jedem Fall eine medizinische Diagnose voraus.

In vielen Fällen ist eine symptomorientierte Akupunktur ausreichend (Schmerzakupunktur). Bei chronischen funktionellen und vegetativen Störungen kann es darüber hinaus notwendig sein, eine Diagnose im Sinne der Traditionellen Chinesischen Medizin zu stellen. Dies stellt besondere Anforderungen an die Qualifikation des Arztes und ist mit einem größeren Aufwand verbunden.

 

Behandlung

Es werden feine Nadeln an bestimmten Punkten des Körpers und im Ohr eingestochen. Der Nadelreiz ist manchmal mit einem geringen Schmerz verbunden, gibt aber auch Hinweise auf den korrekten Sitz der Nadel. Der Behandler wird sich deshalb nicht nur auf seine anatomische Kenntnis der Akupunkturpunkte verlassen, sondern auch einmal nach dem Akupunkturgefühl, dem DeQi fragen.

Es kann erforderlich sein den Nadelreiz zu verstärken. Dies geschieht manuell, elektrisch oder über Schröpfköpfe. Manche Nadeln z.B. am Ohr werden bis zur nächsten Sitzung belassen.
Eine Behandlungsserie umfaßt in der Regel 10 Behandlungen.

Nebenwirkungen

Bei der Akupunktur handelt es sich um eine Reiztherapie, welche die Selbstregulationskräfte des Körpers beeinflußt. Bestimmte Medikamente die diese Selbstheilungskräfte unterdrücken wie z.B. Kortison, Opiate können die Wirksamkeit der Akupunktur einschränken.

Grundsätzlich besteht eine gute Verträglichkeit von Akupunktur und den Verfahren der modernen Medizin. Die Akupunktur ist in geübten Händen ein nebenwirkungsarmes, sicheres Verfahren. Manchmal kann die Nadel ein Blutgefäß verletzen, so daß es zu einer in der Regel harmlosen Blutung kommt. Die anatomischen Kenntnisse des Arztes sind Voraussetzung, eine Verletzung von inneren Organen durch die Nadel zu vermeiden, dies kann jedoch nicht mit letzter Sicherheit ausgeschlossen werden. Bei kreislauflabilen Patienten kann sich ein Schwindelgefühl entwickeln. Deshalb erfolgt die Behandlung in der Regel im Liegen.

Der Einstich in die Haut kann grundsätzlich zu einer Infektion führen. Durch die Verwendung steriler Einmalnadeln ist dieses Risiko minimiert. Bei Ohrnadeln insbesondere bei Dauernadeln, sollte der Patient auf Zeichen einer Entzündung achten.

Kosten

Die Akupunktur wird bei Privatversicherten nach der Gebührenordnung für Ärzte (GOÄ) abgerechnet. Derzeit ist bei Kassenpatienten eine Abrechnung über die Krankenkasse im Rahmen eines Modellversuchs möglich.

Dies betrifft folgende Krankheitsbilder:

Wirbelsäulensyndrom
Gonarthrose
Kopfschmerzen
Allergisches Asthma
Allergische Rhinitis
Dysmenorrhoe


Die Ersatzkassen verlangen vom Patienten eine Eigenbeteiligung deren Höhe von der Qualifikation des Behandlers abhängt.

Weitere Informationen zur Akupunktur können Sie unter www.daegfa.de erhalten.